Mit den richtigen Buntstifttechniken lassen sich Farben intensiver, Übergänge weicher und Details realistischer darstellen. In diesem Artikel zeige ich dir die wichtigsten Techniken für Schattierungen, Verläufe, Strukturen und Highlights sowie einen direkten Vergleich zwischen Polychromos und Prismacolor.
Das findest du in diesem Artikel:
Buntstifttechniken mit Polychromos und Prismacolor
Wer mit Buntstiften zeichnet, merkt schnell, dass nicht nur die Farben selbst – sowie das Papier – entscheidend sind, sondern vor allem die Technik dahinter. Mit unterschiedlichen Methoden lassen sich weiche Farbverläufe, kräftige Kontraste, feine Details oder spannende Oberflächenstrukturen erzeugen. Schon kleine Veränderungen beim Farbauftrag können die Wirkung eines Bildes deutlich beeinflussen.
In diesem Artikel stelle ich dir die wichtigsten Buntstifttechniken anhand praktischer Beispiele vor. Du erfährst, wie Schichten, Druckvariation, Schraffuren, Verwischtechniken und verschiedene Hilfsmittel eingesetzt werden und welche Ergebnisse sich damit erzielen lassen. Außerdem zeige ich anhand eines direkten Vergleichs von Polychromos und Prismacolor, wie unterschiedlich sich verschiedene Buntstifte bei denselben Techniken verhalten können.
Dieser Artikel verrät dir die Tricks der bekannten Buntstiftkünstler und hilft dir, deine Bilder auch so detailreich zu malen. 😉
Siehe auch:
Beispielbilder zu den Buntstifttechniken
Ich habe die gängigen Buntstifttechniken zweimal für dich umgesetzt, um zu verdeutlichen, dass nicht nur die Technik ausschlaggebend ist, sondern auch die Art des Buntstiftes.
Auf dem ersten Blatt habe ich die Faber-Castell Polychromos verwendet, auf dem zweiten die Sanford Prismacolor.
Beide Beispielblätter sind gleich aufgebaut, sodass sich die Wirkung der einzelnen Techniken gut vergleichen lässt. In kleinen Kreisflächen habe ich Schichten, Druckvariation, gesättigter Farbauftrag, Prägetechnik, Radieren, Kratzen, verschiedene Verwischtechniken sowie Stricharten wie Schummern, kleine Kreise, Schraffur und Kreuzschraffur gezeigt.
Hierfür habe ich geeignetes Zeichenpapier (Winsor & Newton drawing*, smooth grain, 150 g/m²) genutzt, welches den passenden Abrieb und Farbauftrag der Buntstifte ermöglichte.
Faber-Castell Polychromos
Die Polychromos sind nicht ganz so weich, wie die Prismacolor, aber auch nicht so hart wie Kinderbuntstifte. Ihr angenehmes Malverhalten, wie auch die Lichtechtheit, machen sie sehr beliebt bei Hobbykünstlern. Daher waren sie ein Muss in meinem Test für die gängigen Maltechniken.
Die Testübersicht wirkt insgesamt fein und kontrolliert. Die Papierstruktur bleibt an vielen Stellen sichtbar, besonders bei Schummern, kleinen Kreisen, Schraffur und beim Verwischen mit Öl oder Alkohol. Die Farben lassen sich sauber schichten und behalten eine klare, zeichnerische Struktur.

Sanford Prismacolor
Die Prismacolor sind im Vergleich weicher und cremiger, da sie auf Wachsbasis hergestellt sind. Diese besondere Eigenschaft macht sie bei vielen internationalen Buntstiftkünstlern sehr beliebt.
In der Testübersicht erscheinen einige Flächen satter und stärker verschmolzen, besonders bei den roten Bereichen mit Öl, Alkohol und Weiß. Auch der gesättigte Farbauftrag und das Verwischen mit Blender wirken etwas geschlossener.
Dadurch sieht man gut, wie unterschiedlich Buntstifte je nach Stiftart, Pigmentierung und Materialverhalten reagieren können.

Die wichtigsten Techniken (siehe Beispiele)
Im Folgenden beschreibe ich jede einzelne Technik, welche ich auf meinen Testblättern umgesetzt habe und beschreibe, welche Hilfsmittel gegebenenfalls für die Umsetzung notwendig sind. 😉

Wie bereits erwähnt, habe ich meine Tests auf einem richtigen Zeichenpapier mit sanfter Oberfläche umgesetzt, welche dennoch einen leichten Abrieb hat, um die Eigenschaften der Stifte vollständig zur Geltung zu bringen.
Siehe auch:
Schichten (Layering)
Schichten (Layering) ist der Klassiker unter den Buntstifttechniken, quasi die Grundtechnik. Farben werden in mehreren dünnen Schichten aufgetragen, statt sofort deckend zu malen.
Wichtig: Leicht drücken, von hell nach dunkel arbeiten, Richtungen wechseln, um Streifen zu vermeiden. So entstehen Tiefe und sanfte Farbverläufe.
Für Anfänger ist diese Technik ideal, um Farbverläufe zu üben. Das Arbeiten in Schichten eignet sich besonders für Flächen wie Himmel, Haut oder Stoff, aber weniger für winzige Details, da viele Schichten die Strukturen verwischen können.
- Beschreibung: Farben werden in mehreren dünnen Schichten aufgetragen, statt sofort deckend zu malen.
- Hilfsmittel: Weiche oder mittlere Buntstifte, Papier mit leicht rauer Oberfläche.
- Ergebnis: Tiefe, sanfte Farbverläufe, realistischer Look.
- Pro: Einfach zu kontrollieren, vielseitig für verschiedene Flächen.
- Kontra: Zeitaufwendig, bei zu starkem Druck kann das Papier beschädigt werden.
Siehe auch:
Druckvariation
Bei der Druckvariation verändert man bewusst den Stiftdruck, um leichte / fast transparente oder deckende / kräftige Farbflächen zu erzeugen.
Anfänger können gut beobachten, wie sich die Farbwirkung verändert, wenn dieselbe Farbe einmal mit wenig und einmal mit starkem Druck aufgetragen wird.
Diese Technik ist ideal für Farbverläufe, plastische Objekte und lebendige Flächen. Bei feinen Details muss man allerdings aufpassen, denn zu starker Druck kann das Papier beschädigen oder unsaubere Kanten erzeugen.
- Beschreibung: Den Stiftdruck bewusst verändern – leicht für transparente Schichten, fest für kräftige Farben.
- Hilfsmittel: Weiche oder mittlere Buntstifte, glattes Papier.
- Ergebnis: Sanfte Farbverläufe, plastische Objekte, lebendige Zeichnungen.
- Pro: Ermöglicht Tiefe und Dynamik, kombiniert gut mit Layering oder Burnishing.
- Kontra: Erfordert Übung, zu starker Druck kann das Papier beschädigen.
Gesättigt
Der gesättigte Farbauftrag entsteht durch stärkeren Druck und mehrfaches Übermalen derselben Fläche.
Anfänger können üben, eine Farbe zunächst leicht aufzutragen und anschließend Schritt für Schritt mit weiteren Schichten und mehr Druck zu verdichten.
Ideal ist diese Technik für kräftige Schatten, leuchtende Formen und intensive Farbbereiche. Sie sollte jedoch nicht zu früh eingesetzt werden, da stark gefüllte Papierfasern später weniger weitere Farbschichten aufnehmen können.
Eine gesättigte Fläche eignet sich allerdings gut für die vorsichtige Bearbeitung mit dem Messer (siehe unten).
- Beschreibung: Farbe kräftig und möglichst deckend auftragen, bis die Papierstruktur weitgehend mit Pigment gefüllt ist.
- Hilfsmittel: Weiche oder mittlere Buntstifte, Papier mit leichter Struktur, gut gespitzte oder leicht abgerundete Stiftspitze.
- Ergebnis: Intensive Farbflächen, starke Leuchtkraft und kräftige Kontraste.
- Pro: Sorgt für leuchtende Farben und eine starke Bildwirkung.
- Kontra: Korrekturen werden schwieriger und weitere Farbschichten lassen sich nur noch begrenzt ergänzen.
Impressing / Indentieren
Bei der Impressing Technik werden Linien mit einem stumpfen Werkzeug vorsichtig ins Papier gedrückt, bevor Farbe aufgetragen wird.
Anfänger können einfache Linien mit einem Zahnstocher oder leeren Kugelschreiber üben.
Ideal für kleine Highlights, Haare, Schnurrhaare, Lichtreflexe, feine Stoffmuster oder dekorative Details. Weniger gut für große Flächen oder sehr detaillierte Bereiche, da unregelmäßige Linien entstehen können.
- Beschreibung: Linien oder Muster ins Papier eindrücken, bevor Farbe aufgetragen wird.
- Hilfsmittel: Stumpfes Werkzeug (Prägestift*, Kugelschreiber ohne Mine, Zahnstocher), mittleres Papier.
- Ergebnis: Feine, weiße Highlights, z. B. Haare, Schnurrhaare, Lichtpunkte.
- Pro: Effektiv für Details, ohne Farbe.
- Kontra: Vorzeichnen nötig, einmal gedrückt bleibt es sichtbar, schwer zu korrigieren.
Prägestift
Statt eines Zahnstockers oder leeren Kugelschreibers, kann man auch einen Embossing- bzw. Prägestift verwenden. Dieser zerkratzt das Papier nicht und es entstehen auch keine ungewollten Farbschlieren, falls ein Kugelschreiber doch noch nicht komplett entleert ist.
Mit dem Prägestift werden Linien oder Muster vor dem Kolorieren in das Papier gedrückt. Danach gleitet der Buntstift über diese Vertiefungen hinweg, sodass helle Linien sichtbar bleiben.
In den Beispielbildern sieht man diese Technik als helle Schlaufen und Gitterlinien (je nach Muster, welches man vorab eingedrückt hat).

Siehe auch:
Lifting (Farbe entfernen)
Lifting ist nützlich, um Highlights zu setzen oder kleine Fehler zu korrigieren. Dafür werden mit einem Knetradierer oder Radierstift vorsichtig kleine Stellen aufgehellt.
Diese Methode eignet sich für Lichtpunkte oder glänzende Objekte. Für große Flächen oder stark pigmentierte Farben ist sie weniger effektiv, da die Farbe schwerer zu entfernen ist.
- Beschreibung: Farbe teilweise mit Knetgummi oder Radiergummi entfernen, um Highlights oder Fehler zu korrigieren.
- Hilfsmittel: Knetradierer*, Radierstift (wie z.B. Tombow Mono Zero*) oder weicher Radiergummi.
- Ergebnis: Lichtpunkte, kleine Korrekturen, feinere Details.
- Pro: Flexibel, rettet Fehler, erzeugt Highlights.
- Kontra: Nicht immer komplett sauber, kann Papier beschädigen.
Knetradierer
Der Knetradierer hebt bereits aufgetragene Farbe wieder leicht ab.
In den Beispielbildern entsteht dadurch ein hellerer Bereich innerhalb der roten Fläche. Die Farbe verschwindet dabei meist nicht vollständig, sondern wird aufgehellt.
Diese Technik ist praktisch für Lichtpunkte, Korrekturen, weiche Glanzstellen und kleine nachträgliche Aufhellungen.

Siehe auch:
Messer / Skalpell
Mit einem Messer oder Skalpell wird Farbe vorsichtig von der Papieroberfläche abgekratzt. Dadurch entstehen helle Linien und feine Details innerhalb bereits kolorierter Flächen. In den Beispielbildern sind diese als helle Linien in der kräftig blauen Fläche zu erkennen.
Die Technik eignet sich besonders für Lichtreflexe, Haare, Kratzer, Fellstrukturen oder andere feine Highlights.
Beim Arbeiten mit dem Messer wird die oberste Pigmentschicht vorsichtig entfernt. Dabei ist Fingerspitzengefühl gefragt, denn zu viel Druck kann die Papieroberfläche beschädigen. Deshalb eignet sich diese Technik eher für Fortgeschrittene oder für gezielte Akzente in einer fertigen Zeichnung.
- Beschreibung: Farbe vorsichtig von der Papieroberfläche abkratzen, um helle Linien und Details freizulegen.
- Hilfsmittel: Skalpell*, Bastelmesser oder scharfes Künstlerwerkzeug.
- Ergebnis: Feine helle Linien, Highlights und strukturierte Details.
- Pro: Ermöglicht sehr präzise Lichtakzente und feine Strukturen.
- Kontra: Fehler lassen sich kaum korrigieren, und das Papier kann beschädigt werden.

Trockenes Blending (optisches Mischen)
Trockenes Blending ermöglicht das Mischen von Farben ohne Lösungsmittel. Durch leichtes Übereinanderlegen und kreisende Bewegungen entstehen sanfte Übergänge.
Anfänger können damit Himmel, Schatten, Pflanzen oder Hauttöne weich gestalten. Für sehr kräftige, gesättigte Farben eignet sich diese Methode weniger, da die Mischung leicht transparent bleibt.
- Beschreibung: Farben werden ohne Lösungsmittel durch Layering oder leichtes Übereinanderlegen gemischt.
- Hilfsmittel: Weiche Buntstifte, Papier mit leichter Textur, optional Blending-Stift.
- Ergebnis: Sanfte Übergänge, besonders bei Haut, Himmel oder Schatten.
- Pro: Einfach, sauber, kein Zusatzmaterial nötig.
- Kontra: Übergänge weniger glatt als mit Lösungsmitteln, erfordert viele Schichten.
Verwischen mit Estompen
Beim Verwischen mit Estompen* wird die Farbe mit einem Papierwischer verteilt. Dadurch wirkt die Fläche weicher und gleichmäßiger.
In den Beispielbildern entsteht ein sanfter Übergang von hell nach orange. Diese Technik eignet sich gut für dezente Verläufe, Schatten und weiche Flächen. Sie erhält aber oft noch etwas Papierstruktur, was bei Buntstiften durchaus schön wirken kann.

Verwischen mit Weiß
Beim Verwischen mit Weiß wird ein weißer Buntstift über eine farbige Fläche gelegt. Dadurch hellt sich der Farbton auf, und die Fläche wirkt weicher und pastelliger.
In den Beispielbildern erkennt man den hellen Bereich, der in den roten Farbauftrag übergeht. Diese Technik ist nützlich für Lichtzonen, weiche Übergänge und matte, helle Farbmischungen.
Siehe auch:
Burnishing (starkes Andrücken)
Burnishing glättet und verbindet die Farben am Ende einer Fläche.
Anfänger sollten zunächst kleine Flächen ausprobieren und helle Farben oder einen farblosen Blender stark aufdrücken. Das Papier wird versiegelt durch das Verschmelzen des Farbauftrags. Dadurch wirkt die Oberfläche glänzend.
Ideal für große, gleichmäßige Flächen, weniger für feine Details, da die Strukturen verschwimmen können.
- Beschreibung: Eine helle Farbe oder farbloser Blender wird mit starkem Druck auf die Fläche aufgetragen.
- Hilfsmittel: Weiche Buntstifte, farbloser Blender*, glattes Papier.
- Ergebnis: Farben verschmelzen, Oberfläche wirkt glatt, glänzend, lebendig.
- Pro: Professioneller Look, Farben leuchten intensiver.
- Kontra: Papier kann beschädigt werden, Korrekturen danach schwierig.
Verwischen mit Splender
Der Splender* oder farblose Blender presst Pigmente stärker in das Papier und verbindet die Farbschichten miteinander. Die Fläche wirkt dadurch glatter und geschlossener.
In den Beispielbildern ist der Übergang weicher als beim einfachen Auftrag. Diese Technik eignet sich besonders gut zum Veredeln fertiger Farbflächen, wenn sie dichter und ruhiger wirken sollen.

Verblenden mit Lösungsmitteln
Mit geruchsarmen Lösungsmitteln lassen sich Farben wie bei Ölfarben verschmelzen.
Anfänger sollten wenig Lösungsmittel verwenden und sanft kreisend arbeiten.
Perfekt für realistische Haut, Fell oder weiche Farbverläufe. Weniger geeignet für harte Kanten oder geometrische Muster, da die Farben stark verlaufen können.
- Beschreibung: Mit geruchsarmen Lösungsmitteln (z. B. Winsor & Newton Sansodor, Zest-it, Holbein Meltz*) Pigmente verschmelzen wie bei Ölfarbe.
- Hilfsmittel: Weiche Buntstifte, Pinsel oder Wattestäbchen, Lösungsmittel, Papier mit mittlerem Zahn.
- Ergebnis: Realistische Haut, Fell oder weiche Farbverläufe.
- Pro: Sehr glatte, professionelle Ergebnisse.
- Kontra: Lösungsmittel nötig, Lüftung und Vorsicht erforderlich, leicht überarbeitbar.
Verwischen mit Öl
Beim Verwischen mit Öl werden die Pigmente angelöst und weicher miteinander verbunden. Die rote Kreisfläche zeigt eine deutlich verschmolzene Wirkung mit einem leichten Rand außerhalb der Kreislinie.
Diese Technik kann sehr glatte Übergänge erzeugen, sollte aber sparsam getestet werden, weil Papier unterschiedlich auf Öl reagiert.

Verwischen mit Alkohol
Alkohol verteilt die Pigmente ebenfalls, wirkt aber meist etwas leichter und trockener als Öl.
In den Beispielbildern bleibt die Struktur etwas sichtbarer, die Fläche wird aber trotzdem weicher.
Diese Technik eignet sich für schnelle Mischungen, leichte Verläufe und Tests, bei denen die Farbe verbunden werden soll, ohne sehr fettig oder schwer zu wirken.

Siehe auch:
Schummern
Beim Schummern arbeitet man nicht mit einzelnen Linien, sondern mit einem flächigen Auftrag.
Anfänger können üben, den Stift flacher zu halten und mit gleichmäßigem Druck über das Papier zu führen, ohne den Stift während des Malens vom Papier zu nehmen.
Ideal ist diese Technik für größere Flächen, erste Schattenanlagen und Hintergrundbereiche. Für sehr glatte oder realistische Oberflächen ist sie dagegen weniger geeignet.
- Beschreibung: Den Stift locker und leicht schräg führen, um eine breite und körnige Farbfläche zu erzeugen.
- Hilfsmittel: Buntstifte mit leicht abgerundeter Spitze, Papier mit sichtbarer Körnung.
- Ergebnis: Lockere Schatten, sichtbare Papierstruktur und eine skizzenhafte Wirkung.
- Pro: Schnell anzuwenden und ideal für Hintergründe sowie größere Flächen.
- Kontra: Die Fläche wirkt weniger glatt und geschlossen als bei anderen Techniken.
Kleine Kreise
Kreisen erzeugt weiche Übergänge durch kleine, sich überlappende Kreisbewegungen beim Malen.
Anfänger sollten locker in der Hand bleiben und gleichmäßige Kreise üben.
Diese Technik funktioniert besonders gut für organische Formen wie Haut, Obst oder runde Objekte. Weniger geeignet ist sie für gerade Linien oder geometrische Muster, da sie hier unruhig wirken kann.
- Beschreibung: Kleine, sich überlappende Kreise erzeugen weiche Übergänge und verhindern harte Striche.
- Hilfsmittel: Weiche Buntstifte, glattes oder leicht strukturiertes Papier. Ergebnis: Gleichmäßige, glatte Flächen, besonders für Haut, Obst oder runde Objekte.
- Pro: Ideal für natürliche, weiche Flächen.
- Kontra: Kann bei großen Flächen zeitintensiv sein, erfordert Geduld.
Schraffur & Kreuz Schraffur
Bei der Schraffur werden parallele Striche gesetzt. Die Richtung der Linien bleibt sichtbar und gibt der Fläche Struktur.
Parallele Striche (Hatching) oder überkreuzte Striche (Cross-Hatching) erzeugen Texturen und Schattierungen.
Besonders nützlich bei Fell, Stoff oder Holz, weniger geeignet für glatte, gleichmäßige Flächen wie Himmel oder Haut, da die Striche sichtbar bleiben. Durch unterschiedliche Richtungen und Dichte lassen sich Tiefe und Volumen gestalten.
- Beschreibung: Parallele Striche (Hatching) oder überkreuzte Striche (Cross-Hatching) erzeugen Textur und Schattierung. Hilfsmittel: Härtere Buntstifte, Skizzenpapier.
- Ergebnis: Volumen, Struktur, Tiefe z. B. bei Fell, Holz, Stoff.
- Pro: Sehr kontrollierbar, gute Texturwirkung.
- Kontra: Schwer, glatte Übergänge zu erzeugen, kann stufig wirken.
Buntstift mit Aquarellbuntstift
Bei dieser Technik werden klassische Buntstifte und Aquarellbuntstifte bewusst zusammen eingesetzt.
Anfänger können zunächst eine trockene Farbfläche anlegen und anschließend einzelne Bereiche mit etwas Wasser anlösen.
Ideal ist diese Methode für weiche Farbverläufe, Hintergründe und leuchtende Flächen. Wichtig ist dabei ein geeignetes Papier, das die Feuchtigkeit gut verträgt.
- Beschreibung: Trockenen Buntstiftauftrag mit wasserlöslichem Farbauftrag kombinieren und einzelne Bereiche mit Wasser vermalen.
- Hilfsmittel: Normale Buntstifte, Aquarellbuntstifte, Pinsel, Wasser und geeignetes Papier.
- Ergebnis: Eine Mischung aus sichtbarer Buntstiftstruktur und weichen, aquarellartigen Farbflächen.
- Pro: Verbindet zeichnerische Details mit weichen Farbverläufen.
- Kontra: Benötigt geeignetes Papier und etwas Übung beim Umgang mit Wasser.

Fazit zu den Buntstifttechniken
Die Beispielbilder zeigen sehr anschaulich, dass Malen mit Buntstift nicht einfach nur Ausmalen bedeutet. Je nach Technik entstehen völlig unterschiedliche Wirkungen.
Schichten und Druckvariation helfen beim kontrollierten Aufbau von Farbe. Gesättigter Auftrag sorgt für Leuchtkraft. Prägestift, Knetradierer und Messer erzeugen Highlights und Details. Estompen, Splender, Öl, Alkohol und Weiß verändern die Oberfläche und machen Übergänge weicher. Schummern, kleine Kreise, Schraffur und Kreuz Schraffur sind wichtige Stricharten, um Textur, Schatten und Form aufzubauen.
Diese Techniken lassen sich übrigen wunderbar kombinieren. 😉
Buntstifttechniken selbst ausprobieren (PDF)

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