Buntstifte 2
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Zeichenmaterial einkaufen als Schüler

Zeichenmaterial einkaufen als Schüler: Ein Ausflug in Erinnerungen und Tipps für heutige Zeichenfreunde.

Zeichenmaterial einkaufen als Schüler

Letztes Wochenende waren wir wieder einmal in einem größeren Geschäft (ehemals REAL), wie ich sie als Jugendliche des Öfteren aufgesucht habe. Leider sind ja nicht alle Geschäfte in der Größenordnung sonderlich attraktiv gestaltet, hier fand ich es aber mal sehr angenehm.

Zufällig führte der Weg durch die Gänge an der Schreibwarenabteilung vorbei und natürlich musste ich einen Blick riskieren und schauen, was das Sortiment zu bieten hat.

Buntstifte in verschiedenen Farben
Buntstifte Fächer

 

In den Läden stöbern

Dabei fühlte ich mich in meine Jugend zurückversetzt, da ich immer in sämtlichen Läden als Erstes die Schreibwarenabteilung aufgesucht habe, auf der Suche nach Zeichenmaterialien.

Damals war ich für jede Art Stift und Marke dankbar, die man dort finden konnte. Ich war weder mobil noch gab es Internet, noch hatte ich Bekannte, die sich vielleicht mit entsprechenden Materialien ausgekannt hätten.

Dementsprechend war ich immer auf das angewiesen, was die Kaufhäuser so darboten.

 

Inspirationen finden

Wenn man das Sortiment so betrachtet, so ist entweder nach Herstellern oder nach Art sortiert. Sowohl als auch hat man einen guten Überblick über das Hobbysortiment und kommt auch mit Materialien in Berührung, die einem sonst entgangen wären.

Viele Bleistiftmarken auf einen Blick
Viele Bleistifte auf einen Blick

Sofern die Läden verschiedene Zeichenmaterialien wie beispielsweise wasservermalbare Graphitstifte oder Papierwischer überhaupt anbieten, kann man hier fündig werden.

In der Regel liefern aber Bücher die nötigen Hinweise auf andere Zeichenmedien und Hilfsmaterialien. Wer die Tipps aus den Büchern ernst nimmt und interessiert zur Kenntnis nimmt, macht schon einmal nichts falsch.

 

Qualität erkennen

Gute Qualität zu erkennen, ist nicht immer einfach. Es gibt mittlerweile so viele Marken, von denen allerdings auch nicht alles klassische Markenhersteller sind. Um einen Einstieg in die Welt der Marken bei Kunstbedarf zu liefern, habe ich mir einmal die Mühe gemacht, sämtliche Markenhersteller in dem Segment ausfindig zu machen und aufzulisten:

Marken bei Künstlermaterialien

Der Preis ist natürlich immer ein Indikator für Qualität neben dem Hersteller. Allerdings kann man auch jenseits der bekannten Marken im niedrigen Preissegment preisgünstige, gute Zeichenmaterialien finden, beispielsweise im Discounter oder Sonderpostenläden wie Action.

 

Was mir immer gefehlt hat

Da ich mit dem Wissen von heute natürlich anders auf das Ladensortiment schaue, weiß ich auch, was mir fehlt. Klar, ist ein Supermarkt keine ernstzunehmende Konkurrenz für Kunstbedarfsläden. Sie sind allerdings die erste Anlaufstelle für Schüler und ihre Eltern.

Daher mein dringender Hinweis auf DAS Zeichenutensil, das meiner Meinung nach am meisten unterschätzt wird: das Zeichenpapier!

Verschiedene Zeichenpapiere
Verschiedene Zeichenpapiere

Ich habe viel zu lange auf billigem Druckerpapier oder karierten Collegeblocks herumgekritzelt, um Jahre später erst die Vorzüge guten Zeichenpapiers kennenzulernen. Zwar ist man zunächst gehemmt, hat die klassische Angst vorm weißen Blatt, teureres Papier oder Skizzenbücher zu “beschmieren”. Aber sobald man sich einen Ruck gegeben hat und besonnen sowie genussvoll mit seinem Bleistift, Buntstift oder was auch immer über das Papier streicht, wird man den Unterschied spüren!

Anfangs konnte ich auch keine rauen, gekörnten Papiere leiden, da ich ja eher glattes Druckerpapier und später Markerpapier gewohnt war. Doch mit der Zeit habe ich seine Eigenschaften und die Körnung im Bild schätzen und lieben gelernt. 🙂

Über fehlende Marken in den Läden kann man dann streiten. Faber-Castell lässt von der Schülermarke zur Hobbykünstlerlinie teilweise sogar das Profisegment in den Läden anbieten. So kommen immer mehr Schüler in den Genuss von Polychromos, Albrecht Dürer oder PITT Artist Pen. Und sogar Stabilo hat die (Hobby-) Künstler für sich entdeckt und sein Sortiment entsprechend aufgestockt. Mir als alten Stabilo Point 88 Fan ist das positiv aufgefallen.

 

Meine Tipps für Schüler

Wenn ich heute noch als Schüler Zeichenmaterial einkaufen müsste, kann ich heute wesentlich leichter Informationen zu Materialien, Erfahrungen anderer Künstler und Zugang zu spezialisierten Shops erhalten – alles Dank des Internets!

Ob Social Media, Videoplattformen, Blogs wie diesen oder Foren, Informationen waren noch nie so einfach zu bekommen, wie heute.

Auch muss es nicht immer Amazon sein, Hersteller wie Faber-Castell oder Hahnemühle haben ihre eigenen Onlineshops. Dann gibt es noch Gerstaecker, Kunstpark sowie viele andere spezialisierte Onlineshops zu finden.

Andere Läden wie Idee Creativ oder Boesner haben Filialen, bei denen man vor Ort stöbern kann. Das ist irgendwie schöner und es hat einen besonderen Reiz, Materialien live sehen und teilweise sogar testen zu können. Wenn du Gelegenheit hast einen solchen Shop zu besuchen, dann mach das unbedingt mal. Die gewonnenen Eindrücke sind riesig!

Hilfreich ist schon mal meine Liste mit Markenherstellern. Aber auch die diversen Papiertests solltest du dir nicht entgehen lassen. 😉

IKEA Dose: alle Zeichenmaterialien dabei
Alles dabei, was man so braucht

Bei der riesigen Auswahl ist es natürlich schwierig seinen Schwerpunkt zu finden. Bleistift? Buntstift? Fasermaler? Pastell? Acryl? Oder, oder, oder…

Es empfiehlt sich immer in kleinen Mengen und günstig anzufangen und gegebenenfalls Materialien wieder abzugeben (beispielsweise an Freunde oder via Kleinanzeigen), wenn man merkt, dass man damit nicht glücklich wird. Wenn man sein Medium gefunden hat, kann man sich nach und nach zum nächst höheren Preislevel testen.

Premiummaterialien, welche exorbitant teuer sind, weil zum Beispiel eine hohe Lichtbeständigkeit gewährleistet wird, lohnt sich nur dann, wenn man sogar Bilder verkauft bzw. verkaufen möchte.

Letztendlich muss man zusehen, wie man sein Taschengeld sinnvoll ausgibt. Für größere Wünsche bleiben immer noch Weihnachten und Geburtstage. 😀

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