Zunächst wünsche ich euch allen einen guten Start ins neue Jahr.
Kürzlich habe ich festgestellt, dass viele Künstlerseiten, die ich früher auf einer meiner Webseiten gelistet habe, nicht mehr existieren, und starte deshalb einen Aufruf an alle Hobbykünstler, mir ihre Blogs und Webseiten zu schicken, um die Liste wieder aktuell und lebendig zu machen.
Das findest du in diesem Artikel:
Wo sind die Kunstblogger?
Kürzlich habe ich eine Recherche gestartet, weil ich eine meiner Webseiten neu aufbauen möchte. Bisher diente sie als Verzeichnis für Künstlerwebseiten und Blogs, doch leider gibt es die meisten der damals gelisteten Seiten heute nicht mehr. Eine neue Suche brachte kaum Ergebnisse – eher Ernüchterung.
Deshalb starte ich jetzt hier in meinem Blog und auf Social Media einen Aufruf an alle Hobbykünstler: Schickt mir eure Webseiten und Blogs, damit ich die Liste wieder aktuell und lebendig machen kann. Ziel ist es, Seiten zu zeigen, die man sonst in keiner Suchmaschine findet, und gleichzeitig eine Möglichkeit zu schaffen, sich jenseits von Social Media zu vernetzen.

So können wir gemeinsam ein lebendiges Netzwerk aus kreativen, privaten Seiten aufbauen, das Inspiration, Austausch und Sichtbarkeit für alle bietet.
Nur noch Kommerz?
Auf meiner Suche nach Seiten, die sich mit dem Zeichnen, Malen oder Basteln beschäftigen, findet man zuhauf Seiten, welche aber in erster Linie ein kommerzielles Interesse haben, also Kurse oder dergleichen verkaufen möchten. Das finde ich sehr schade, denn (Hobby- ) Künstler mit Enthusiasmus oder Idealismus scheint es irgendwie keine (mehr) zu geben, zumindest nicht im deutschsprachigen Raum.
Vor gut 10 Jahren hat man hie und da noch Webseiten gefunden, welche vollkommen uneigennützig Tutorials oder Erfahrungen ins Netz gestellt haben.
Social Media statt Blog?
Da man schneller einen Social Media Kanal eröffnet hat, als einen Blog und den Kanal auch leichter, schneller und mit weniger Aufwand füttern kann, liegt es Nahe, dass viele Künstler dorthin „abgewandert“ sind.
Allerdings geht man bei Social Media schnell in der Masse unter und man muss erheblich öfter aktiv sein, um sich im Algorithmus „hoch zu arbeiten“, als es in der früheren Bloggosphäre der Fall war. Zudem ist man bei einem selbst gehosteten Blog der Herr im eigenen Haus und ist nicht auf den Dienstleister und seine Launen (plötzliche Kanalsperren oder Shadowbans) ausgeliefert. Man verwaltet auch selbst die Kommentare.
Es hat eben alles Vor- und Nachteile. Wichtig ist halt, was man machen möchte und warum.
Ist die Zeit der Blogs vorbei?
Vor gut 9 Jahren hatte ich bereits das große Blogsterben beklagt. Seitdem ist es leider nur noch schlimmer geworden. Die damals gelisteten Blogs sind entweder nicht mehr aktuell oder weisen Probleme beim SSL Zertifikat auf, was bei einer Warnung des Browsers direkt Besucher verschreckt.
Dass die Konkurrenz zu klassischen Webseiten wächst, merke ich ja auch selbst an meinem Blog und die kaum noch eintreffenden Kommentare. Und auch die Besucherzahlen sind in den letzten Jahren drastisch gesunken.

Wobei man da natürlich berücksichtigen muss, dass es in den Coronajahren ein extremes Interesse an Onlineinhalten gab, dafür seit 1 1/2 Jahren KI Tools allen Webseiten das Leben schwer machen und noch weiter erschweren werden (zum Thema Urheberrecht und „Contentklau“ wird in den nächsten 5 Jahren sicherlich was hinsichtlich KI passieren).
Und auch YouTube bzw. TikTok als passive Unterhaltung und mal eben schnell Infos ziehen sehe ich ebenfalls als Grund für den Besucherschwund. Das sind allerdings so Plattformen mit denen kann und will ich nicht mithalten. Mein Blog ist mein Hobby und viele betreiben ihre Videokanäle schon als Vollzeitbeschäftigung.
Meine Motivation
Am 30.6.2013 habe ich meinen ersten Blogbeitrag geschrieben und stehe heute mit 645 veröffentlichten Beiträgen und 1.048 abgegebenen Kommentaren (Spam nicht mitgezählt 😛 ) da.
Solange ich noch Familien mit meinen Ausmalbildern, Bastelanleitungen oder Zeichenanleitungen begeistern kann (denn diese sind besonders gefragt in meinem Blog) und sich gelegentlich ein Zeichner auf meinen Blog verirrt und für sich hilfreiche Infos zu Techniken oder Materialien mitnehmen kann, bin ich noch motiviert genug, weiter zu machen.
Zumal mein Blog ja nicht nur eine Wissensdatenbank für andere darstellt, es ist, wie gesagt ein festes Hobby von mir geworden. Mein Blog ist Ansporn und Motivation für mich neue Materialien, Techniken und Motive zeichnerisch bzw. malerisch auszuprobieren.
Wer sich meine Bilder der inzwischen letzten 30 Jahre ansieht, wird erkennen, dass ich meine größten Entwicklungssprünge seit meinem Blogstart gemacht habe. Dabei sage ich keineswegs, dass ich perfekt bin, noch dass alle das so machen sollen, wie ich. Dafür ist das Kunstspektrum zu vielseitig.
Aber ich habe mir Selbstvertrauen erworben und eine Historie, die hier jeder mitverfolgen kann.
Deine Motivation?
Warum zeichnest du und warum möchtest du deine Bilder zeigen? Mich würde deine Erfahrung interessieren. Und zwar nicht mal eben schnell beim Durchscrollen in Social Media. 😉
Auf ein kreatives Jahr 2026!























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