Seit Kurzem gibt es die Touch Twin Marker in einer neuen Ausführung. Da ich seit über 6 Jahren schon die alte Generation mein Eigen nennen kann und immer sehr zufrieden damit war, wurde ich neugierig und habe mir kurzerhand den lange geplanten „60er A-Koffer“ geleistet. Nun ist der Koffer da und da musste ich doch gleich einen Vergleich alte versus neue Generation machen.
Das findest du in diesem Artikel:
Was sind Touch Twin Marker?
Neben den allseits bekannten Copics sind Touch eine Layoutmarker Marke vom koreanischen Hersteller ShinHanArt. Ich habe mir von einem Faber-Castell Mitarbeiter aber sagen lassen, dass Copics und Touch letztendlich denselben Hersteller haben.
Es sind Fasermaler mit einer Farbe auf Alkoholbasis (Alkoholmarker). Der Vorteil besteht darin, dass die Farbe besser ineinander läuft und so keine hässlichen Linien und Streifen, wie man sie von klassischen Filzstiften her kennt, entstehen. Aufgrund der Alkoholfarbe haben die Marker einen sehr strengen Eigengeruch, man sollte sie daher in ausreichend belüfteten Räumen verwenden.
Preislich liegen die Twin Touch Marker im Schnitt bei 3,65 €/Stift. Damit liegen diese auf dem Niveau der Copic Ciao Marker, welche als Einsteigermarker auf dem Markt sind. Die Profimarker von Copic liegen bei 5-6 € pro Stift (Stand: Juli 2013).
Welche Farben gibt es?
Insgesamt gibt es 204 Farben inklusive Colourless Blender (farbloser Marker), schwarz und einigen Neonfarben.
Die Farben sind auf dem Papier sehr gut deckend und recht knallig.

Farbchart zum Herunterladen
Marker-Sets
Die Marker können entweder einzeln oder in verschiedenen Sets bzw. Koffern gekauft werden.
Dabei gibt es die klassischen schwarzen Touch Twin Marker und die weißen Touch Brush Marker mit Pinselspitze (diese sind im Schnitt teurer als die Klassischen).
Schwarze Twin Touch Sets:
- Einzeln – ab ca. 3 €* (Colorless Blender) – bis ca. 6 €*
- 12er Sets in verschiedenen Farb-Variationen – ca. 33 €*
- 24er Set – ca. 60 €*
- 36er Set – ca. 100 €*
- 48er Set – ca. 150 €*
- 60er Sets – ca. 155 – 180 € (A Koffer* und B Koffer*)

Unterschiede alte und neue Generation
Worin besteht nun genau der Unterschied zwischen den beiden Generationen?
Was zuerst einmal auffällt, ist die neue Form der Marker. Sie sind insgesamt schlanker und abgerundeter geworden und liegen somit angenehmer in der Hand.
Zudem hat ShinHanArt eine Eigenschaft der Copic-Marker ergänzt:
Man kann nun die Spitzen wechseln und Farbe nachfüllen. Dabei soll eine Nachfüllflasche für vier Füllungen reichen. Die Spitzen gibt es in vier Variationen, welche man seinen eigenen Bedürfnissen anpassen kann:
- Normale dünne Spitze
- Pinselspitze
- Schmale breite Seite
- Dicke breite Seite
Aktuell gibt es Farbe und Spitzen allerdings noch nicht überall zu kaufen (Stand: Juli 2013).

Unten: alte Generation
Auf dem Beispielbild erkennt man recht gut den Unterschied zwischen neuem (oben) und altem (unten) Marker. Der Untere zeigt zudem noch Abnutzungsspuren (aufgequollene, dickere Spitze links, Farbflecken). Abgesehen von der äußeren Form unterscheiden sich die Marker kaum.
Touch Twin Marker Beispielbilder
Hier noch einige Beispielbilder, welche ich mit den Markern auf Hahnemühle Marker und Layout-Papier* erstellt habe.
Ja, ich habe ein Fable für Meerjungfrauen. 🙂
Bei beiden Bildern hatte ich eine Foto-Vorlage und habe mit Bleistift vor skizziert. Bei beiden habe ich die Faber-Castell PITT artist Pen Tuschestifte (Link zu meinem Artikel) für die Konturen verwendet, da diese von dem Alkohol der Marker nicht verwischt werden. Da ist es problematisch den passenden Fineliner/ Stift zu finden, der die Kolorierung anschließend aushält und die normale Marker-Spitze eignet sich nicht immer für Konturen.
In dem oberen Bild war es eben der schwarze Tuschestift und bei dem unteren Bild habe ich verschiedene Tuschefarben für die Konturen verwendet.
Die unterschiedliche Maserung in der Farbe kommt übrigens durch den Untergrund, auf dem ich gemalt habe, zustande.


Nachtrag zur Kolorierung
Da ich auf die Behauptung gestoßen bin die obigen Bilder seien schlecht und streifig ausgemalt worden und die Touch Marker würden grundsätzlich einen besseren Farbauftrag ermöglichen, möchte ich mich an dieser Stelle zu dieser Aussage äußern!
Zum einen; die Bilder sind DIN A4 groß und nicht nur DIN A5 dabei können sehr große Flächen selbstverständlich auch mal nicht zu 100% perfekt werden (da ich auf über 6 Jahre Erfahrung zurück blicken kann und in erster Linie auf DIN A4 zeichne, kann ich sagen, dass dies sowohl mit den alten als auch den neuen Touch Markern vollkommen normal ist!).
Zum anderen; zu dem unteren Bild habe ich bereits etwas zur Körnung geschrieben, und dass ich mutmaßlich das Papier falsch herum benutzt habe (was schnell passieren kann, wenn man es aus dem Block heraus trennt da sich Vorder- und Rückseite nicht unterscheiden).
Selbstverständlich liegt die Qualität der Kolorierung an verschiedenen Faktoren:
- Größe der ausgemalten Fläche
- Technik, Schnelligkeit beim Ausmalen
- Papier
- Erfahrung
Ich darf an dieser Stelle weitere Beispiele anführen?
BILD entfernt
Dies ist wahrlich ein Beispiel für schlechte Kolorierung!
Aber auch dies muss man mal zeigen, schließlich war es einer der ersten Bilder, die ich mit den Touch Markern ausgemalt habe. Ich hatte in diesem Fall auch nicht das passende Papier und mir fehlten Erfahrung und Technik.
BILD entfernt
Bei diesem Bild hatte ich eindeutig mehr Erfahrung und entsprechend sehen die Flächen auch deutlich gleichmäßiger aus. Außerdem ist dies hier auf richtigem Marker-Papier entstanden. Beide Bilder sind DIN A4 groß.
Hier mal ein ganz anderes Motiv. Das Bild ist schon einige Jahre alt aber auch hier sieht man deutliche Unterschiede zum streifigen Meerjungfrauen-Bild oben.
Ich freue mich übrigens auch über Kommentare HIER im Blog!






























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