Zeichnen mit Spiegelung: Hilfsmittel Skizzenprojektor

Skizzenprojektor? Was soll das sein und wozu ist das Ding gut? In diesem Artikel zeige ich dir, wie man sich das Zeichnen und Skizzieren mit diesem Hilfsmittel vielleicht einfacher machen kann und wie genau das mit der Spiegelung funktioniert. 😉

Was ist ein Skizzenprojektor?

Vielleicht bist du schon über einen Skizzenprojektor gestolpert und hast dich schon gefragt, wie es sich damit zeichnen lässt? Oder du kennst dieses Tool noch gar nicht? In diesem Artikel erläutere ich, was es mit dem Spiegel-Projektor auf sich hat und wie er funktioniert.

Im Grunde genommen ist das Tracing Pad oder auch Bildreflexionsprojektor, wie der Skizzenprojektor auch heißt, ein simples Gestell für Smartphone oder Tablet mit einer angewinkelten Plexiglasscheibe davor.

 

Wie funktioniert das Zeichnen mit diesem Hilfsmittel?

Das Bild des Smartphones oder Tablets wird durch den Skizzenprojektor auf die Kunststoffscheibe projiziert und kann somit auf einem darunter liegendem Papier nach gezeichnet werden.

Man muss allerdings auf die Kunststoffscheibe schauen, da sich das Bild nicht auf dem Papier darstellt.

 

Woher bekommt man das und was kostet es?

Preislich liegen die Tracing Pads* zwischen 5 und 45 Euro, je nachdem woher genau man sie bezieht. Neben dem klassischen Onlinehandel mit dem großen A, habe ich so einen Spiegel-Projektor auch bei Gerstaecker im Onlineshop gesehen, hier allerdings für den vielfachen Preis.

Tracing-Pad mit Tablet oder Smartphone Stand 2
Blick von Tablet oder Smartphone

Grundsätzlich ist es ein simples Kunststoffgestell mit einer Kunststoffscheibe, welches – ich zumindest bei meiner Ausgabe – zunächst zusammen gesteckt werden muss. Dadurch, dass es nur gesteckt wird, kann man es jederzeit auch wieder auseinander nehmen.

 

Mein Erfahrungsbericht

Ich muss gestehen, das Habenwollen war bei mir mal wieder größer, als das Benutzenwollen. ^^ Mein Exemplar hat mich nur knapp 5 Euro gekostet, daher fand ich die Investition angemessen.

Sehr viel habe ich mit meinem Skizzenprojektor noch nicht gemacht. Für mich persönlich ist es sehr gewöhnungsbedürftig auf eine Plexiglasscheibe zu starren, statt auf meine Zeichnung. Hier verändern sich logischerweise dann auch die nötigen Handbewegungen. Aber womöglich ist dies ähnlich wie beim Zeichnen mit Grafiktablett – die Handbewegung ist losgelöst von dem, was man sieht.

Will man ein wirklich klares und gutes Bild haben, muss man einerseits die Helligkeit seines Gerätes stark erhöhen und das Umgebungslicht dämmen. Im Dunkeln ließ sich der Bildreflexionsprojektor noch am besten nutzen, da war der Kontrast am höchsten. Allerdings muss man dann damit zurecht kommen, dass man seine eigentliche Skizze nicht mehr ganz so gut sieht.

 

Fazit zum Skizzenprojektor

Das Gerät wird als “für Anfänger geeignet” beworben und verspricht leichteres Abzeichnen. Gewiss würde ein absoluter Laie im Zeichnen hiermit brauchbar ein Motiv kopieren können.

Aber für Zeichenanfänger sehe ich persönlich dieses Hilfsmittel als nicht unbedingt geeignet an. Warum? Das Zeichengefühl, das man hier trainiert ist auf simples Kopieren ausgerichtet und nicht darauf zu lernen wie man Perspektiven und Größenverhältnisse zeichnet und generell fördert es nicht das nötige Auge zum Zeichnenlernen.

Tracing Pad mit Tablet oder Smartphone Stand 1
Blick von der Seite

Kann das Tracing Pad ein hilfreiches Tool sein? Ja. Genauso wie ein Lichtpad darf man dieses Hilfsmittel nicht als Selbstzweck zum Zeichnen betrachten, sondern tatsächlich nur als Hilfsmittel. Es erleichtert einem die Grundlagen bei der Skizze, schmälert natürlich das freihändige Skizzieren, aber man erzielt schnelle Erfolge.

Um Skizzen zu erstellen, die man anschließend nachskizziert und ausarbeitet ist es nicht schlecht. 😉

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