Dünnes oder dickes Markerpapier

In diesem Artikel geht es um die unterschiedlichen Arten von Layoutpapier. Dünnes oder dickes Markerpapier – was soll man nehmen? Und wo sind die Unterschiede? InhaltDünnes oder dickes MarkerpapierWelche Papiere gibt es?Dünne MarkerpapiereDicke MarkerpapiereDicke “nur” markergeeignete PapiereUnterschiede – Vorteile & NachteileVerwendung mit LichttischMaleigenschaftenDünnes PapierDickes PapierFinelinerverhaltenÄhnliche Themen Dünnes oder dickes Markerpapier In meinem heutigen Artikel möchte ich auf die Unterschiede und Eigenschaften von unterschiedlichen Markerpapieren eingehen. Dünnes oder dickes Markerpapier? Welches sollte man eher nehmen?   Welche Papiere gibt es? Die allermeisten Layoutpapiere, die es auf dem deutschen Markt gibt, sind dünne Markerpapiere mit einer Grammatur von 70 – 85 g/m². Von dickem Markerpapier kann man dagegen eher bei einer Dicke ab 100 g/m² sprechen. Diese sind auch vergleichsweise selten zu finden. Einige der bekanntesten Markern Layoutpapier hatte ich bereits für meinen Blog getestet. Darunter die “Standardpapiere” wie die von Hahnemühle, Copic oder Touch. Aber auch unbekanntere Layoutpapiere von MalZeit, Schoellershammer oder Rayher.   Dünne Markerpapiere Hier sind die bekanntesten dünnen Layoutpapiere zwischen 70 und 80 Gramm pro Quadratmeter aufgeführt: MyBleedproof Copic Marker Pad* mit 70 g/m² Letraset Bleedproof Marker Pad* mit 70 g/m² Canson XL Marker* Layout-Feutre-Marker Papier mit 70 g/m² MalZeit Mangablock Bleedproof* 70 g/m² Daler-Rowney Marker Pad* Illustrationspapier mit 70 g/m² MalZeit Edel Caracho Layoutblock* mit 75 g/m² Hahnemühle Layoutblock* mit 75 g/m² Schoellershammer Markerpapier durchschlagfest* mit 75 g/m² ShinHanArt Touch Marker Pad* mit 80 g/m² Hahnemühle Illustrationspapier Manga* mit 80 g/m²   Dicke Markerpapiere Und hier sind die dicken Markerpapiere ab 170 Gramm den Quadratmeter aufgelistet. Diese Liste ist erheblich kürzer: MalZeit MangaSkizzenblocks* mit 170 g/m² Cresent Rendr* mit 180 g/m² Rayher Markerpapier-Layoutpapier* mit 216 g/m² Copic Perfect Colouring Paper* 250g/m² Sakura Manga Zeichenblock* 250g/m²   Dicke “nur” markergeeignete Papiere Die folgenden aufgelisteten Papiere sind keine speziellen Markerpapiere, können aber mit Markern verwendet werden. Generell ist eine sehr glatte und am besten beschichtete Papieroberfläche für Marker die beste Wahl. Dennoch muss man im Hinterkopf behalten, dass die Farbe aber durchschlagen kann und das Papier die Farbe erheblich stärker und schneller aufsaugt als spezielle Layoutpapiere. Canson XL Bristol* mit 180 g/m² Canson Bristol Zeichenpapier* mit 180 g/m² Lana Bristol* mit 250 g/m² Tombow PB-MARK Bristol* mit 250 g/m² Strathmore Bristol* mit 270 g/m²   Unterschiede – Vorteile & Nachteile Es gibt gute Gründe sich für dünnes oder dickes Markerpapier zu entscheiden. Hier sind die wesentlichen Unterschiede, die die beiden Arten ausmachen: Grammatur dünn: bis 85 g/m² dick: über 100 g/m² bzw. über 200 g/m² Oberfläche dünn: nicht so saugstark, sehr glatt durch die spezielle Beschichtung dick: saugstärker, etwas weniger glatt, da nicht so sehr beschichtet Stabilität dünn: dünnes Papier lässt sich schneller zerknittern dick: stabiler und robuster, vor allem beim Radieren wichtig Verfügbarkeit dünn: dieses Markerpapier ist die Regel und daher besonders oft erhältlich dick: dicke Markerpapiere bilden die Ausnahme und man muss schon etwas suchen, um welche zu finden Gemeinsam haben alle Markerpapiere ihre Durchschlagfestigkeit (Bleedproof), die dafür sorgt, dass die Farbe nicht durch das Papier hindurch drückt und so die darunter liegende Fläche nicht mit eingefärbt wird. Nur “markertaugliche” Papiere weisen diese Eigenschaft nicht auf. Hier empfiehlt es sich in jedem Fall ein Schmierblatt unter sein Bild zu legen um andere Blätter zum Beispiel in einem Block oder seinen Tisch nicht zu beschmieren.   Verwendung mit Lichttisch Grade Mangazeichner arbeiten sehr oft mit Leuchttischen oder kopieren ihre Skizzen indem sie sie unter ein anderes Papier legen. Mit den üblicherweise sehr dünnen Markerpapieren geht dies so gut, dass man meistens nicht einmal einen Leuchttisch benötigt. Je dicker das Papier, desto schwerer lassen sich durchscheinende Linien noch erkennen. Dies ist auch bei den dicken Markerpapieren nicht anders. Man muss also hier die Helligkeit und somit den Kontrast erhöhen um sein durchscheinendes Motiv noch erkennen zu können. Hilfreich ist auch, den Raum, in dem man malt, abzudunkeln, damit die äußere Lichteinwirkung den Kontrast nicht zusätzlich reduziert.   Maleigenschaften Aufgrund der unterschiedlichen Grammatur und der damit verbundenen unterschiedlichen Beschichtung der Papieroberfläche ist das Malverhalten bei beiden Papieren extrem unterschiedlich. Wer es nur gewohnt war auf einem der beiden Papierdicken zu malen, muss sich bei einem Wechsel zur anderen Sorte, erst einmal umstellen. Man sollte sich also dessen immer bewusst sein, dass man auf dickem Markerpapier ganz anders malt, als auf dünnem. Die wesentlichen Unterschiede beim Malgefühl und Malverhalten zu den beiden Varianten habe ich hier einmal zusammen getragen, nebst Beispielbildern, die ich in der Vergangenheit bereits gemalt habe. Dünnes Papier Belässt die Farbe länger an der Oberfläche und trocknet somit langsamer, dadurch hat diese mehr Zeit richtig ineinander zu verlaufen. Für große Flächen ist streifenfreies Malen leichter möglich. Man muss sich nicht so sehr beeilen, da die Farben länger feucht bleiben. Ein besseres Layern (übereinander schichten) der Farben ist möglich, da die nass in nass Technik genutzt werden kann. Bei sehr sehr viel Feuchtigkeit fängt das Papier an kleine, enge Wellen zu schlagen (siehe Geckobild). Dickes Papier Es saugt die Farbe schneller auf bzw. die Farbe trocknet schneller, sodass man grade bei größeren Flächen eine Streifenbildung schwer vermeiden kann. Daher ist es eher zum Kolorieren von kleineren Flächen geeignet. Durch die schnellere Trocknungszeit muss man sich mehr beeilen um streifenfrei malen zu können. Die nass in Nass Technik nur schwer möglich, man muss eher auf trockener Farbe schichten. Bei sehr sehr viel Feuchtigkeit wellt sich eher der gesamte Papierbogen (siehe Schildkrötenbild). Finelinerverhalten Fineliner beinhalten auch Tinte, daher ähnelt das Malverhalten dem der Layoutmarker. Da die dickeren Papiere eine größere Saugkraft besitzen, können die Finelinerlinien, grade bei längerem Verweilen der Stiftspitze auf einem Punkt, eher in das Papier ausbluten und so unkontrolliert verlaufen. Dies passiert bei dünnem Markerpapier nicht. Hier dringt die Farbe nicht in das Papier ein, kann aber eine kleine “Farbpfütze” verursachen. Außerdem muss man aufpassen, dass man die Finelinerlinien auf dünnem Markerpapier nicht aus versehen verwischt, da diese länger brauchen um ausreichend zu trocknen. Grade dann, wenn man seine Bleistiftlinien weg radieren möchte, kann dies zu einem Problem werden. Man sollte die Konturen auf dünnem Papier aus diesem Grunde eine extra Stunde trocknen lassen. 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