Kreatives Chaos?

Es gibt Künstler, die brauchen ihr kreatives Chaos für ihr Schaffen. Andere macht Unordnung eher wahnsinnig. Aber irgendwie hält sich das Gerücht vom kreativen Chaoten.

Nur Narren halten Ordnung…

Ich habe vor vielen Jahren von meiner Urgroßmutter einen kleinen Bilderrahmen geschenkt bekommen, mit dem Sinnspruch „Nur Narren halten Ordnung, ein Genie überblickt das Chaos“.

Zwar war ich irgendwie immer faul, aber man konnte mir nie vorwerfen unordentlich zu sein. Jedes bisschen Zeit, das ich nicht mit zeichnen verbrachte, investierte ich in mein Jugendzimmer – sei es ständiges Möbelumräumen oder neu Sortieren der Dinge, die ich hatte. Wegschmeißen fiel mir zwar nicht sehr leicht, aber wenn man nicht viel hat, dann lässt sich das Bisschen durchaus organisieren.

Sinnspruch
Sinnspruch gelettert

Auch meine bisherigen Arbeitskollegen werden allesamt bezeugen können, dass mein Schreibtisch virtuell wie auch real immer leer und aufgeräumt war – Ordnung ist für mich also essentiell um kreativ zu arbeiten.

Wo andere ihren Computer Desktop mit Icons überfüllt haben, sodass sie erst einmal eine viertel Stunde suchen mussten um ein Bestimmtes zu finden, mochte und mag ich es leer – es darf nur das platziert werden, was ich auch wirklich, wirklich regelmäßig benötige.

Aufgeräumt wird bei mir immer noch, wann immer ich Zeit und Motivation finde. Zugegeben, beides ist bei einem berufstätigen Menschen eher spärlich gesät, und mit einem chaotischen Mitbewohner verzweifelt man oftmals schon an seinem eigenem Chaos und seiner eigenen Faulheit.

Doch nun, da ich wieder viel Freizeit (noch) mein Eigen nennen kann, kann ich mich voll und ganz in die Ordnung stürzen und auf meine große Rolle als Mutter im kommenden Jahr vorbereiten.

Daher habe ich diese Woche effektiv, neben einer fiesen Erkältung die ich noch auszukurieren hatte, genutzt meinen neuen Schreibtisch und Arbeitsplatz einzurichten um demnächst wieder voller Elan an arbeitsintensiven Blogartikeln zu arbeiten. 😉

Kommende Woche fahre ich mit meinem Zeichenbereich fort und erhoffe mir damit wieder mehr Motivation für mein eigentliches Hobby neben dem Blogschreiben, dem Zeichnen, zu erhalten.

 

Jeder so viel Chaos wie er braucht

Aber irgendwoher muss das Gerücht ja kommen, dass kreative Menschen unordentlich, ja richtiggehend chaotisch sein sollen. Einige solcher Chaoten (aber eher im milderem Sinne) durfte ich sogar kennen lernen.

Ich glaube, sie sind nur in ihrem eigenem Schaffensbereich unordentlich, weil sie sich zu sehr auf ihre eigentliche kreative Aufgabe konzentrieren, zu viel Arbeitsmaterial gleichzeitig parat liegen haben müssen und nie wirklich etwas abschließen (können). Mir geht es ja oftmals nicht anders.

Erst alles weg räumen um am nächsten Tag, sobald man sich wieder an seine Arbeit setzt, wieder alles raus zu räumen? Vertane Zeit! Lieber direkt wieder in die Kreativität stürzen und keine Zeit verlieren.

Wer damit klar kommt und nicht den Überblick verliert, den kann man durchaus, wie oben in meinem Sinnspruch angedeutet, als Genie bezeichnen. Ich habe vor jedem, den sein eigenes Chaos nicht verrückt macht, sondern eher noch anspornt, Respekt. Ich könnte es – auf Dauer – sicherlich nicht ertragen.

Solange das kreative Chaos nicht überhand nimmt und sich auf andere Bereiche ausbreitet, ist ja auch alles in Ordnung. Aus Sorge vor einem zu großen Radius an „Kreativität“ neigen viele Künstler auch dazu sich entweder einen eigenen Bereich in der Wohnung oder gar einen eigenen Hobbyraum zuzulegen. Andere bringen dann eben die Disziplin auf alles wieder geordnet an seinen Platz zu verfrachten. Sobald man sein Tagwerk getan hat und holen es bei nächster Gelegenheit dann wieder hervor.

Malen und Basteln in der Schule
Alles auf einen Tisch

 

Wie viel Chaos brauchst du?

Zu welcher Art kreativem Menschen würdest du dich persönlich einordnen?

Bist du so jemand, der die bedingungslose Ordnung braucht um sich konzentrieren zu können? Oder mehr in die andere Richtung – du bist so in deine Zeichnungen vertieft, dass um dich herum alles egal ist? Die goldene Mitte dazwischen ist sicherlich erstrebenswert. Oder etwa doch nicht?

Schreib mir! 😉

 

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Zeichenkurs

Ich bin eine nerdige Zeichnerin. Durchs Zeichnen bin ich zu meiner ersten Webseite gekommen und damit zu viel Fachwissen und meinen Beruf.
Am liebsten zeichne ich kleine Comictierchen oder so Zeugs mit Comicaugen - und Meerjungfrauen! ^^ Meine Lieblinge sind die Touch Marker, aber ich probiere mich - auch dank des Blogs - durch alle Materialien und Motive durch.
Ich stehe jederzeit offen für Fragen und freue mich riesig über dein Feedback! 😉

LG Steffi
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7 Comments

  1. alphawoelfin

    Arbeitsplatz war aber immer ordnug..
    Zuhause bin ich chaotisch…
    Ich habe viel mehr Mühe meine Sachen zu finden wenn alles ordentlich ist als im Chaos.

    Küche, Wc katzenkisten etc müssen sauber sein.
    Ich habe sagen wir vieles überstellt aber nicht treckig.
    Wenn ich über mehrere Tage an was arbeite , denkt wohl jeder der hier rein kommt OO aber für mich ist es so genau richtig .
    Also ja ich bin wohl ein Chaot also eine typische Künstlerin

    1. Hallo alphawoelfin,
      danke für deinen Kommentar. 🙂

      Na, sauber sollte es idealerweise immer sein. Darüber kanns ja ruhig chaotisch sein. 😀
      Aber ich habe festgestellt, wenn man der Unordnung über längere Zeit nicht mehr Herr wird, gehts auch mit der Sauberkeit früher oder später bergab. :/

      Arbeit und Zuhause sind bei mir leider auch 2 paar Schuhe – zuhause habe ich ja auch noch Captain Chaos sitzen. ^^

  2. SnowflakeAlice

    In meiner Wohnung muss es immer schön ordentlich sein, sonst werde ich verrückt ;D Aber beim Zeichnen oder Malen sieht der Schreibtisch und der Platz drum herum immer schlimmer aus, bis das Bild fertig ist und alles wieder „auf Null“ geräumt wird. Also IM kreativen Prozess brauche ich die Unordnung und ich kann ja nun wirklich nicht für jeden Stift immer wieder Schubladen öffnen. Bevor ich aber Lust auf ein neues Bild habe, muss erst alles aufgeräumt sein, damit man wieder die volle, geordnete „Auswahl“ hat 😉

  3. Solange gearbeitet wird darf Chaos anfallen. Egal ob richtig beruflich oder zu Hause. Aber hinter her lege ich einen großen Wert darauf wieder alles Ordnungsgemäß wieder wegzuräumen. Meist dorthin wo ich es her habe. Oder ich „dekoriere“ spontan auch mal neu beim Verstauen der Materialien um … Aber Letzteres eher selten. Für mich hat das Verwalten und Pflegen des Arbeitsbereiches hohe Priorität um mich wohl zu fühlen. Unter anderem um guten Eindruck zu schinden oder schlicht und einfach nur um neue Unordnung zu schaffen 😀

  4. Lukas

    Ich bezeichne mich nicht als chaotisch ☺ . Aber ich kann es nicht leiden wenn meine Stifte und mein Block erstmal herausgeräumt werden müssen… Und deshalb liegen sie immer auf meinem Schreibtisch, also kann ich immer wenn ich eine „Kreative Eingebung“ habe, schnell den Block nehmen und zeichnen bevor die Idee wieder weg ist ☺ . Und wenn ich anfange zu zeichnen bin ich komplett geistig weg

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