Was sind Chameleon Color Tones Marker? Vorstellung & Vergleich [Update]

Eigentlich sollte dies eine Kooperation werden. Aber da der Paketzusteller leider geschlampt hat, und nach langem Hin und Her kein Ergebnis am Ende stand, habe ich die Chameleon Color Tones Marker nun von meinem Mann zum Geburtstag geschenkt bekommen.

 

Was sind Chameleon Color Tones Marker?

Die Chameleon Color Tones Marker sind klassische Alkoholmarker, wie ich sie auch in meinem Vergleichsartikel vorgestellt habe.

Das Besondere an ihnen ist allerdings ihr Aufbau mit einer Kammer, welche mit farblosem Blender gefüllt ist. In diese Kammer kann man die dünne oder dickere Spitze des Markers stecken um so die Farben aufzuhellen.

Aber was red ich. Sieh dir mal dieses Video des Herstellers an – das hat mich jedenfalls ganz heiß auf die Stifte gemacht. 😀

Na, was denkst du? Schaut genial aus, was? 🙂

Kommen wir nun zu den Fakten und ersten Erfahrungen. 😉

 

Welche Farben gibt es?

Es gibt derzeit (Stand 31. Juli 2015) 20 farbige Stifte sowie einen extra farblosen Blender und einen schwarzen Fineliner. Alle diese Stifte haben zwei Seiten. Mit Ausnahme des Fineliners (hier gibt es eine dickere und eine dünne Finelinerspitze), besitzen alle Stifte eine Kugelspitze und eine Pinselspitze.

Chameleon Color Tones Farbabstufungen
Farben und Farbabstufungen (Quelle: Hersteller)

Aber wie man an diesem Bild wunderbar erkennen kann, sind 20 Farbstifte durchaus ausreichend: hier stecken eben noch viel mehr Farbabstufungen drin.

 

UPDATE Juli 2016:

Es sind 30 neue Farben dazu gekommen, sodass es nun insgesamt 52 verschiedene Farbabstufungen gibt.

Chameleon Color Tones - 52 Farben
Chameleon Color Tones – 52 Farben

 

Marker Sets & Preise

Da es nicht so viele verschiedene Farben gibt, gibt es auch nicht allzu viele Sets. Die Marker sind in den folgenden Kombinationen erhältlich:

Die Chameleon Color Pens sind zugegebenermaßen vergleichsweise sehr teuer.

Chameleon Color Tones Marker
22er Marker Set

 

Zubehör

Neben den eigentlichen Markern gibt es noch einiges an Zubehör:

 

Besonderheiten

An dieser Stelle liste ich noch einmal die offensichtlichen Besonderheiten dieser Stifte kurz und bündig auf:

Vorteile:

  • Bequemes Verblenden
  • Austauschbare Spitzen
  • Nachfüllbare Farbe

Nachteile:

  • Hoher Preis
  • Nur wenige Händler
  • Nur sehr wenige Grundfarben

Kleiner Tipp:
Auf der Seite des Herstellers gibt es einige Video Tutorials.

 

Meine Beispiele

Ich habe die Chameleon Color Tones Marker natürlich auch schon ein wenig ausprobiert und möchte dir hier meine anfänglichen Ergebnisse präsentieren. Gemalt habe ich auf Layoutpapier, wie ich es auch für die anderen Alkoholmarker benutze.

Zuerst wollte ich generell die Verblendung durch testen. Zuerst bei der Kugelspitze…

Chameleon Markertest Kugelspitze
Chameleon Test Kugelspitze

 

… und dann mit der Pinselspitze.

Markertest Pinselspitze
Chameleon Test Pinselspitze

 

Danach habe ich einige Formen (PDF Download) ausgedruckt und ausgemalt. Hier sind mir die Schwierigkeiten aufgefallen, wenn man den Stift zulange in der Blenderkartusche belässt. Die Farbe kommt dann sehr abrupt und es ist eindeutig etwas Übung erforderlich um hier ausgewogene Verläufe hinzu bekommen.

Chameleon Markertest - verschiedene Formen
Chameleon Test – verschiedene Formen

 

Ich habe aber auch noch ein richtiges Bild koloriert – erinnerst du dich noch an meine Giraffenzeichnung?

Chameleon Markertest - Giraffe
Chameleon Test – Giraffe

 

Kalenderbild Traumfänger
Kalenderbild Traumfänger

 

Hier bekommst du noch einige PDF vom Hersteller um den Verlauf und die Farben zu erproben:

Dieses Blatt kann zum Testen für die Verblendzeit genutzt werden ClockTime practice chart und so sähe dieser Test dann aus sample Fuse Chart Colored

Dieses color chart kann testweise für jede der Farben ausgemalt werden.

 

Und mein erster Eindruck

Das erste Malen
Ich habe mir den Einstieg mit diesen Markern ehrlich gesagt leichter vorgestellt. Bis ich halbwegs zufriedenstellende Verläufe hin bekommen habe, wie in dem Werbevideo (oben) angepriesen, hat es doch schon einige Stunden Malzeit gebraucht.

Die Vorbereitung für die Verblendung (Malspitze in die Blenderkappe stecken) ist dagegen kinderleicht und hier kann man eigentlich gar nichts falsch machen. 😉

Geruch
Positiv überrascht haben mich die Color Tones mit ihrem, im Vergleich zu anderen Alkoholmarkern, eher mildem Geruch. Zwar riechen auch die Chameleon Color Tones Marker, aber ihr Eigengeruch ist wirklich nicht so penetrant, wie ich es beispielsweise bei den Copic Markern empfunden habe.

Qualität und Malempfinden
Enttäuscht war ich ehrlich gesagt von den Streifen, die beim Malen eigentlich kaum zu vermeiden waren. Und auch das Malgefühl empfand ich insgesamt als nicht sonderlich angenehm. Mir kommt es fast vor, als wäre die Malspitze nicht sonderlich hochwertig verarbeitet – grade die Pinselspitze ist sehr schnell ausgefranst (der Hersteller  bezeichnet dies glaube ich als „eingearbeitete Spitze“).

Man darf also keine Skrupel haben diese teuren Stifte etwas grober zu verwenden. Im Video hat es schließlich auch den Anschein, als müsse man etwas tiefer aufdrücken als bei anderen Markern. Wie hoch der eigentliche Verschleiß ist, kann ich nach den wenigen Tests natürlich nicht abschätzen. Aber positiv ist in jeden Fall, dass es hier austauschbare Spitzen gibt.

Preis
Dann ist da noch der Preis, der im Vergleich zu allen anderen Layoutmarkern, extrem hoch ist. Man sollte also vorab gut abwägen ob man diese Marker wirklich und für eine sehr lange Zeit verwenden möchte. Ich glaube, wenn die Nachfüllkartusche ergiebig genug ist, kann sich hier der Preis wieder rechnen.

Letztendlich ist der hohe Preis dennoch nicht weg zu diskutieren und ich persönlich habe ehrlich gesagt meine Zweifel ob er in dieser Höhe so gerechtfertigt ist.

Papier
Da es sich hier um Marker auf Alkoholbasis handelt, gelten für die Chameleon Color Tones Marker natürlich die gleichen Benutzungsempfehlungen wie für alle anderen Layoutmarker mit alkoholhaltiger Farbe auch. Daher sollte auch für diese Stifte Markerpapier verwendet werden.

 

Was meinst Du?

Ich weiß, dass der doch recht hohe Preis abschreckend ist. Aber es ist durchaus reizvoll mit diesen Stiften zu arbeiten und die erzielbaren Verläufe sind mit anderen Markern in der Art nur sehr schwer hin zu bekommen.

Schreib mir deine Meinung! 😉

 

Andere Artikel zum Thema

Mehr Informationen zu anderen Layoutmarkern erhaltet Ihr in diesen Artikeln:

 

Weiterführende Links

 

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Ich bin eine nerdige Zeichnerin. Durchs Zeichnen bin ich zu meiner ersten Webseite gekommen und damit zu viel Fachwissen und meinen Beruf.
Am liebsten zeichne ich kleine Comictierchen oder so Zeugs mit Comicaugen - und Meerjungfrauen! ^^ Meine Lieblinge sind die Touch Marker, aber ich probiere mich - auch dank des Blogs - durch alle Materialien und Motive durch.
Ich stehe jederzeit offen für Fragen und freue mich riesig über dein Feedback! 😉

LG Steffi
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9 Comments

  1. Luca

    Hallo Steffi!

    Hast du mit den Chameleon wieder geübt bzw gezeichnet? Wie ist dein aktueller Eindruck von denen?

    Ich bin aktuell auf der Suche nach guten Alkoholmarkern und habe momentan zwei in der Auswahl: Stylefile Brush und eben die Chameleon.

    1. Hallo Luca,
      danke für deine Frage.

      Nein, ich habe die Chameleons leider nicht mehr angerührt. Ich war ehrlich gesagt auch ziemlich enttäuscht von der Qualität der Stifte bzw. Spitzen, sodass ich deswegen keine weitere Gelegenheit mehr genutzt habe, sie zu benutzen. Aber vielleicht sollte ich ihnen wirklich noch einmal eine zweite Chance geben und noch mal was damit anfertigen, vielleicht klappt es dann ja besser.

      Ob du jetzt die Stylefile oder z.B. Touch Twin, Alpha, Delta oder jetzt die neuen Fluxor Marker nimmst, macht eigentlich nicht ganz so viel Unterschied. Von den genannten Copicalternativen sind allerdings die Touch Twin die, die am längsten auf dem deutschen Markt und daher etabliert sind. Aber das ist reine Geschmackssache. 😉 Ich mag beide Touch Twin und Stylefile sehr gerne. ^^

      1. Luca

        Danke für deine Nachricht! 🙂

        Ich bin noch am überlegen, denn es soll sich ja auch lohnen. Die Funktion der Chameleon gefällt mir sehr, mit zu einem Stift, mehrere Nuancen zu erschaffen, jedoch stelle ich es mir schon schwierig vor. Zudem sind die Stifte einzeln doch sehr teuer. 😀

  2. Ich habe mir die Chameleons auch gekauft und mein erstes Bild damit gemalt. Sie sind wirklich gewöhnungsbedürftig und man muss erst mal üben, um den Farbverlauf hinzubekommen. Aber ich glaube mit der Zeit kriegt man schöne Farbverläufe und Schattierungen hin.

  3. Lena

    Ich habe die Stifte schon einige Zeit, bin aber nicht dazu gekommen sie wirklich auszuprobieren.
    Klar, der Preis ist ziemlich hoch und man muss erstmal ein Gefühl für diese Stifte bekommen, aber ich finde das sie es trotzdem wert sind.

    1. Hallo Lena, danke für deine Nachricht.
      Bislang bin ich leider auch nicht mehr dazu gekommen mit den Chameleons zu malen. Leider fehlt mir generell gerade die Zeit dafür und ich konzentriere mich auf andere Vorhaben.

      Aber die Zeit wird gewiss irgendwann kommen in der ich weitere Eindrücke gewinnen kann. 😉

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